
Neulich fand an unserem Standort in Münster ein offenes Treffen für Pflegeeltern statt – mit dem Thema:
„Umgang mit herausfordernden und belastenden Situationen im Alltag.“
Im Mittelpunkt stand dabei nicht die reine Theorie, sondern vor allem der ehrliche und persönliche Austausch untereinander. Die Teilnehmenden berichteten von einer besonders vertrauensvollen und wertschätzenden Atmosphäre, in der gleichzeitig viel Raum für Offenheit, Verständnis – und auch gemeinsames Lachen war.
Durch die bewusst überschaubare Gruppengröße konnten selbst sensible und belastende Themen ohne Scham angesprochen werden. Viele Pflegeeltern erlebten es als entlastend, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein und auf Menschen zu treffen, die ähnliche Situationen aus dem Alltag kennen.
Besonders wertvoll war dabei, dass sich alle aktiv einbrachten: mit eigenen Erfahrungen, Fragen, Gedanken und Ideen. Es gab keine „passiven Zuhörer*innen“, sondern einen lebendigen Austausch, von dem alle profitieren konnten.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurde die Tiefe der Gespräche, die in einem kleineren Rahmen möglich wurde. Eine Pflegeperson formulierte es so: „Ich weiß nicht, ob ich mich in einer großen Gruppe so geöffnet hätte.“
Für uns zeigt dieser Abend einmal mehr, wie wichtig geschützte Räume für Austausch, gegenseitige Stärkung und gemeinsames Nachdenken in der Pflegekinderhilfe sind.