
Die Aufsuchende Jugendsozialarbeit – kurz AJSA –, auch bekannt als Streetwork, hat eine lange Tradition im Leistungsportfolio des VSE NRW e.V. 1999 starteten die Kolleg*innen aus der Jugendhilfeeinheit Hiltrup, gefolgt von weiteren Kolleg*innen in Coerde und Gievenbeck sowie Wolbeck stundenweise im Auftrag der Stadt Münster die aufsuchende Jugendsozialarbeit in diesen Stadtteilen. Zentrales Ziel unserer Arbeit ist es, öffentliche Räume als Orte der Teilhabe zu sichern und zugänglich zu machen. Gleichzeitig unterstützen wir junge Menschen darin, ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln – etwa in der Kommunikation, im Umgang mit Konflikten, im Aufbau verlässlicher Beziehungen und bei der Entwicklung realistischer und tragfähiger Lebensperspektiven.
Aufsuchende Jugendsozialarbeit bzw. Streetwork haben keinen ordnungspolitischen Auftrag! Unser Fokus ist klar: Er liegt auf den Problemlagen, die die jungen Menschen für sich identifizieren, nicht auf denen, die sie in den Augen dritter verursachen.
Die Aufsuchende Jugendsozialarbeit (Streetwork) des VSE NRW richtet sich an Jugendliche in der Regel ab 14 Jahren, die sich im öffentlichen Raum aufhalten – als Einzelne, in Gruppen oder in Szenen. Wir sprechen insbesondere junge Menschen an, die von bestehenden Angeboten nicht (mehr) erreicht werden oder von Ausgrenzung betroffen sind. Viele von ihnen erleben, dass ihre Perspektiven wenig Gehör finden. Streetwork setzt hier niedrigschwellig, freiwillig, partizipativ und akzeptierend an.

Wir sind präsent in den Stadtteilen auf der Straße, hören zu und vertreten die Interessen junger Menschen, etwa dann, wenn Treffpunkte in Frage gestellt werden oder Verdrängung droht. Gleichzeitig bauen wir frühzeitig tragfähige Kontakte auf, damit Unterstützung möglich ist, wenn sie gebraucht wird. Die Qualität unserer Arbeit zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sie von Fachkräften und i.d.R. zu zweit durchgeführt wird.
Kern unserer Leistung ist auch die Einzelfallhilfe. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtteil kennen unsere Streetworker*innen und suchen selbst den Kontakt. Wir sind da, wo die Kids sich aufhalten, sind auffindbar und erreichbar.
Unsere Arbeitsprinzipien lauten: Niedrigschwelligkeit, Freiwilligkeit, Akzeptanz, Vertraulichkeit/Transparenz, Kontinuität, Lebensweltorientierung, Partizipation, Flexibilität, Reflektierte Parteilichkeit.
Mehr dazu finden Sie auf der Homepage der Streetwork NRW LAG.

In der Aufsuchenden Jugendsozialarbeit (Streetwork) des VSE NRW arbeiten wir aktivierend und ressourcenorientiert. Wir verstehen uns nicht als Anbieter*innen fertiger Lösungen, sondern als Begleiter*innen auf Zeit. Unser Ansatz zielt darauf ab, junge Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und sie dabei zu unterstützen, eigene Wege zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht Empowerment: Wir trauen jungen Menschen zu, ihre persönlichen und gemeinschaftlichen Lebenssituationen aus eigener Kraft zu gestalten – auch und gerade in Konfliktsituationen. Dabei fördern wir ihre Fähigkeit, Herausforderungen selbstständig zu bewältigen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.


