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In unserer Gesellschaft erleben wir, insbesondere auch für familiäre Systeme eine Pluralisierung von Lebenslagen. Gleichzeitig stellen wir in der Jugendhilfe insgesamt vermehrt komplexere und vielschichtige Problemlagen fest, in denen Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter leben. Manchmal ist unklar, ob bzw. wie und welche Hilfen geeignet sein könnten, um eine einzelne Person oder ein familiäres System bei der Lösung ihrer Schwierigkeiten zu unterstützen. Mit dem Konzept der Sozialpädagogischen Diagnostik bieten wir einen methodischen Ansatz, um auf die oben beschriebenen Konstellationen zu reagieren. Mit Hilfe der Sozialpädagogischen Diagnostik kann es gelingen, komplexe und vielschichtige Schwierigkeiten zu erfassen, zu erkennen und zu bewerten. Sozialpädagogische Diagnostik kann dementsprechend als ein methodisches Mittel zur Systematisierung von Beschreibungen und zur Komplexitätsreduktion dienen. Folglich geht es uns darum, ein Fallverstehen im Sinne eines Erkenntnisgewinns bei allen Beteiligten zu erzielen und soweit möglich, erste Lösungsansätze zu entwickeln und zu sichern.

 

Sozialpädagogische Diagnostik lässt sich gut in 3 Phasen beschreiben. Zunächst einmal geht es in einer Abklärungs- oder Kontraktphase gemeinsam mit den am Hilfeprozess beteiligten Personen um eine exakte Klärung des Arbeitsauftrages. In der 2. Phase werden insbesondere mit systemischen und lösungsorientierten Methoden Informationen gesammelt, d.h. Beschreibungen, Beobachtungen und Wahrnehmungen werden dokumentiert. Hierbei werden insbesondere auch Umweltfaktoren einbezogen, die wichtige Einflüsse und wechselseitige Wirkungen auf ein System haben. Dieses gewonnene Spektrum an Daten wird anschließend sortiert, gewichtet und interpretiert. Abschließend werden in der Auswertungsphase die Ergebnisse und Empfehlungen in Form eines Berichts verschriftlicht und mit den beteiligten Personen besprochen.

 

Sozialpädagogische Diagnostik bietet eine neue, andere und im besten Fall hilfreiche Perspektive auf ein System. Sozialpädagogische Diagnostik kann sowohl alternativ als auch flankierend vor, während oder zum Ende einer ambulanten, teilstationären oder stationären Jugendhilfeleistung eingesetzt werden.

Unsere Einrichtungen, die dieses Angebot vorhalten, finden Sie unter:

VSE Münster -> Flexible Hilfen Greven

VSE Münster -> JHE Lengerich

VSE Münster-> JHE Warendorf/Oelde