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Willkommen auf der Homepage des VSE Ruhr. Hier informieren wir aktuell rund um Einrichtungen und Angebote in Dortmund und Bochum.

 

 

Aktuelles

 

 

Sport (als Mittel) zur Überwindung von sozialer Ungleichheit war das Motto der Social Inclusion Games 2018 in Enschede / Niederlande, zu denen mehr als 1500 Menschen aus ganz Europa anreisten. Fünf betreute junge Menschen und Martin Richter vom Team Sputnik nahmen daran teil, hatten viel Spaß bei verschiedensten Sportarten und zahlreichen internationalen Begegnungen und konnten zudem einige Medaillen mit nach Dortmund bringen. Nun hoffen alle Beteiligten darauf, dass sich die geplante nächste Auflage dieses Sportereignisses 2020 in Berlin realisiert.

 

 

 

Wie bindet man die Jugendlichen und Familien in die Reihe der Festlichkeiten ein, die der VSE im Rahmen seines 40jährigen feiert? Man lädt ein, beteiligt im Vorfeld, feiert mit ihnen und verbringt einen schönen Tag. Super ist das bereits gelungen bei den Aktionen der Jugendhilfeeinheit Süd, als sich zahlreiche aktuell und ehemals Betreute einfanden, und des Familientteams Derne, als Eltern und Kinder dem Regen trotzten.

Aber wohin lädt man Jugendliche ein, mit denen zwar ein Arbeitskontakt besteht, die aber institutionelle Bezüge lieber meiden? Unseren Teams Stellwerk und Parkour ist das am letzten Freitag richtig toll gelungen. Der Jubiläumsbus stand diesmal vor dem U und es wurde für die Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt zu einem großen Teil auf die Straße verlegt haben, ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das von Mittags an bis zum frühen Abend zahlreich genutzt wurde. Würstchen, Brötchen, Eis und Kuchen zur Stärkung. Graffitiaktionen. Tombola.  In Kooperation mit dem "Sommer am U" spielten am Nachmittag noch zwei Hip Hop Bands auf. Das Fest, zu dem auch Kooperationspartner u.a. aus Bewährungsshilfe, Jugendamt, Streetwork, Drogenhilfe, Bahnhofsmission, Erziehungshilfe kamen und bei dem auch zahlreiche Spender unserer Notschlafstelle Sleep In vorbeischauten, war in vielfacher Hinsicht ein voller Erfolg: In einem bunten, friedvollen und respektvollen Miteinander auf Augenhöhe enterten die jungen Leute, um die im Stadtbild häufig ein Bogen gemacht wird, gemeinsam mit ihren Helfern einen exponierten Cityplatz und machten auch den vielen zufällig Vorbeikommenden das Näherkommen leicht. Auch die Dortmunder Presse berichtete.

Vielen Dank an die vielen Helfer (vor allem gemeint sind die fleißigen studentischen Sleep In-Kräfte!) und Kooperationspartner sowie an die zuständigen Leute beim U und in der Stadtverwaltung. Vielen Dank an die Jugendlichen, dass wir so klasse zusammen feiern konnten. Solche Aktionen wie dieses Fest am U muss es häufiger geben. Sie bauen Brücken.

 

 

Die Landwirtschaft hatte seit Wochen darauf gewartet. Für unser Familienteam in Dortmund-Derne hätte es schon noch einen Tag länger dauern dürfen. Der große Regen kam ausgerechnet am Tag unserer Familienkirmes an der Altenderer Straße. Doch das Fest fiel natürlich nicht ins Wasser, sondern wurde teilweise in die Räumlichkeiten der Anlaufstelle verlagert. Die zahlreichen großen und kleinen Besucher fühlten sich bei abwechslungsreichen Spiel-, Schmink- und Bastelaktivitäten sowie essbaren Köstlichkeiten sehr wohl und erlebten miteinander einen fröhlichen und entspannten Nachmittag. Der VSE-Jubiläumsbus war genau so vorgefahren wie eine rollende Werkbank für Kinder. Etwas unterfordert blieben angesichts der kühlen Temperaturen die freundlichen Leute von der DEW, die in einem Wasserzapfmobil weitaus weniger Getränke verteilten, als in den vorherigen Hochsommertagen noch erwartet. Zum Bericht der Ruhr Nachrichten geht es hier.

 

 

 

 

Über eine Spende der DSW21 freut sich unser Sleep In Stellwerk. Der Vorstandsvorsitzende Guntram Pehlke (im Bild links) überreichte am 5. Juli einen Scheck an Janina Willaschek (Mitte) und Katja Band (rechts), den wir einer besonders naheliegenden Bestimmung zuführen werden. In der Regel sind die jugendlichen Hilfesuchenden unserer Notschlafstelle komplett mittellos, so dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch dann mit dem Tatbestand der Beförderungserschleichung einher geht, wenn sie notwendig und sinnvoll ist, wie zum Beispiel bei Fahrten zu Ärzten, Behörden oder zuständigen Jugendämtern. Den Spendenbetrag werden wir vor allem dafür verwenden, die Jugendlichen für diese Zwecke mit Fahrkarten auszustatten, um in diesen Zusammenhängen Schwarzfahrten und Strafverfolgung zu verhüten. Von dieser Idee war auch Dortmunds oberster Stadtwerker angetan. Auch künftig scheint eine Unterstützung durch die DSW 21 möglich. Ein prima Bündnis im Sinne der Jugendlichen, ihrer Helfer und des ÖPNV.

 

 

Und am kommenden Freitag ist der Jubiläumsbus am U in Dortmund. Sleep In/JuSchu Stellwerk und das Team Parkour laden ein und bieten von 12.00 bis 17.00 Uhr dies und das:

 

 

Zunehmenden Kult-Charakter haben die Honig-Schleuder-Tage bei unserem Team Sputnik.

Sputnik versorgt seit Jahren im eigenen Garten in Dortmund-Hörde Bienenstöcke und von Anfang an sind auch die jungen Erwachsenen in die Versorgung der aktuell drei Wirtschafts- und  neun Jungvölker eng eingebunden. Fachgerecht angeleitet von Imkerin Anke Köster wurde am Wochenende jetzt wieder zur Honigernte geladen. Neben den "Worker Bee's" aus dem Betreuungsprojekt kamen auch wieder zahlreiche VSE-Kolleg*innen mit ihren Kindern und sogar einige Nachbarn der Einladung nach.

Dem morgendlichen Bienenschütteln (die meisten zogen Schutzkleidung dem Abenteuer vor) folgte ab Mittags in der Sputnik-Anlaufstelle an der Hermannstraße die Honigverarbeitung und die unterschiedlichen Stationen des Honigschleuderns konnten erfahren werden.

Natürlich endete der Tag nach dauerhafter Nascherei herzhaft: Als Kontrastprogramm gab es herzhafte Pizza...

 

 

Und schon ist der Bus in Dortmund... Im Rahmen des 40jährigen Jubiläums veranstaltete die Jugendhilfeeinheit Süd ein Geburtstagsfest. "Eyecatcher" an der Hagener Straße war dabei natürlich der alte Bus, um den herum trotz mäßigen Wetters gespielt und gesungen wurde.

In den Büroräumlichkeiten berichtete Heike Bode über die Anfänge des VSE vor vierzig Jahren und schlug im Beisein zahlreicher Jugendlicher und Kooperationspartner den Bogen bis in die Gegenwart. Die Jugendhilfeeinheit Süd blickt in Dortmund auf die längste VSE Geschichte zurück und besteht an wechselnden Standorten in Hörde und Brünninghausen seit 1989. Einen externen Blick, wenn auch aus gewisser Nähe, trug Detlef Himmel bei, der den VSE in unterschiedlichen Zusammenhängen beraterisch und supervisorisch seit Jahren begleitet. Ihm war die Botschaft wichtig: "Der VSE ist anders, findet einen parteilicheren und positiveren Zugang zu Jugendlichen als viele andere." Dabei machte auch er die Wurzeln des VSE in den siebziger Jahren als stilbildend aus, als notwendige Gegenentwürfe zur damaligen Heimerziehung die Motivation zur Gründung waren.

Kulturelles Highlight war dann der Auftritt des Rappertrios JzudemD, $am und shiniigami, die großen Applaus ernteten. Die Ruhr Nachrichten berichteten in ihrer Ausage am 23.06..

Die Jubiläumsreise des Busses wird fortgesetzt: Die nächsten Stopps sind in Münster das Jugendwohnhaus E27, das BeWo und das Quartiersbüro Berg Fidel. In Dortmund hält der Tourbus wieder am 10.07. bei unserem Familienteam in Derne und am 13.07. feiern das Sleep In Stellwerk und unsere Perspektivklärer vom Team Parkour gemeinsam ein Fest am U. Alle Termine gibt es hier.

 

 

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen feiert der VSE in Nordrhein-Westfalen sein 40jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wurde am 15.06. eröffnet mit einer großen Festveranstaltung in Münster, die am Abend mit einem rauschenden Fest mit Kooperationspartnern ihre Fortsetzung fand und bei dem ein umjubelter Auftritt der VSE-All-Star-Band den Höhepunkt darstellte. Die Westfälischen Nachrichten berichteten in ihrer Samstagsausgabe.

Bis zum Sommer 2019 werden in der Folge nun zahlreiche kleinere und größere Events vor Ort folgen, bei denen die dezentral organisierten Teams ganz unterschiedliche Aktionen durchführen werden. Im Mittelpunkt wird dabei jeweils ein Reisebus stehen, der ein ähnliches "Baujahr" wie der VSE in NRW hat. Zum Tourplan 18/19 geht es hier.

 

 

 

Die Älteren mögen sich erinnern, "Raider"  hieß plötzlich "Twix". Keine Marketinggründe, sondern ernsthaft politische hat eine Namensänderung, die wir in diesen Tagen vollziehen:

Als wir vor einigen Jahren unsere Jugendhilfestation an der Hamburger Straße aufbauten, haben wir ihr mit  Bedacht den Namen „Anker“ gegeben. Wir verbinden damit verschiedene positive Ideen, die wir unseren geflüchteten Jugendlichen anbieten und vermitteln wollen: vor Anker gehen, einen Ankerplatz haben, einen sicheren Ort,  Orientierung, einen festen Halt, eine Verankerung in unserer Stadtgesellschaft, Sicherheit und vieles andere.

Inzwischen begegnet uns das Wort  AnkER in der Tagespresse in einer deutlich anderen Bedeutung: "Ankunft-, Entscheidungs- und Rückführungszentren" sind geplant, Pro Asyl und Flüchtlingsräte kritisieren dies, der Bundesfachverband UMF fürchtet, dass die Zentren zu "Türstehern des Kindesschutzes" werden.

Wir möchten uns  deutlich von diesen neuen „Ankerzentren“ abgrenzen und - vor allem für die jungen Geflüchteten - keinerlei Assoziationen und Verbindungen zu diesen Zentren herstellen lassen..

Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, den Namen „Anker“ aus unserem Namen zu streichen und bleiben damit die VSE-Jugendhilfestation an der Hamburger Straße. Inhaltlich stehen wir weiter zu allen ursprünglichen Ideen, Werten und Haltungen. Es ändert sich nur der Name.

 

 

In diesen Tagen der VSE-Eröffnungs-, Verabschiedungs- und Jubiläumsfestivitäten ist es vielleicht auch mal einen Hinweis wert, was wir nicht groß feiern, obwohl das auch seinen Grund hätte:

Am 2. Mai hatte unser Sleep In Stellwerk Geburtstag! Und zwar den 18.!!

Und weil die Politik in Dortmund aktuell ja auch die Situation junger Wohnungsloser in den Blick nimmt, die ihren 18. Geburtstag ebenfalls hinter sich haben, verbindet sich unser Stolz auf 18 Jahre Notschlafstelle für Jugendliche in Körne  mit der Hoffnung auf eine Verbesserung der Versorgungslage für die jungen Frauen und Männer Ü18, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben.

 

 

42 Jahre war Achim Wendland-Kantert beim VSE tätig. Die meiste Zeit davon in Celle mit dem Wirkungskreis Niedersachsen und Hamburg. Die letzten fast 10 Jahre in Dortmund in der Geschäftsstelle des VSE NRW -Bereich Ruhr-. Jetzt war es soweit, dass er sich im engeren Kreis von Kolleg*innen im Rahmen einer kleinen und fröhlichen Feier in den (Un-)Ruhestand verabschiedete. Die Idee einer angemesseneren und größeren Feier in einem offizielleren Rahmen mit Weggefährten und langjährigen Kooperationspartnern war ihm nicht nahe zu bringen. Wir werden seine Fachkompetenz und Erfahrung vermissen. Das Bild zeigt ihn links mit VSE-Vorstandsmitglied Sven Kriegler.

 

Die Sonne strahlte und es wurde mächtig warm in den schönen Büroräumen unseres Teams Parkour, das am 20.04. am Hohen Wall 22 ein altes Angebot in neuer Struktur bei einer kleinen Eröffnungsfeier vorstellte. Viele Kolleginnen und Kollegen aus Jugendhilfe und angrenzenden Hilfssystemen informierten sich über das Perspektivklärungsangebot des VSE. Neu an dem Angebot ist, dass es künftig keine Anbindung mehr an andere VSE-Einrichtungen gibt, unser kleines Team ausschließlich mit der Aufgabe betraut ist, sich mit Jugendlichen, für die es keine naheliegenden Lösungen oder Hilfsangebote zu geben scheint, auf den Weg zu machen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Voraussetzung und eine gute Eingebundenheit in die Hilfelandschaft nötig, die neben den Einrichtungen der Erziehungshilfe u.a. auch Psychiatrie und Straffälligenhilfe  umfasst. Konzept und Praxis werden sich dabei, wie schon in der Vergangenheit, stetig weiterentwickeln. Weitere Informationen zum Angebot und die Kontaktdaten gibt es hier.

 

 

In der Zeche Carl in Essen trafen sich auf Einladung der LAG Streetwork und der LAG Jugendsozialarbeit 150 Fachkräfte aus ganz NRW zum Austausch über die Lebenssituation wohnungs- und obdachloser Jugendlicher und möglicher Hilfsansätze. Nachdem die aktuelle Studie des DJI von Prof. Dr. Birgit Reißig vorgestellt wurde - die die Situation der bundesweit derzeit ungefähr 37.000 Straßenjugendlichen und jungen Erwachsenen skizzierte - und bevor die Arbeit in Kleingruppen begann, gaben Fachkräfte der drei Ruhrgebiets-Übernachtungsstellen auf dem Podium Einblicke in ihre Arbeit. Für das Sleep In Stellwerk berichtete Stefan Rauer-Meschkis mit der Erfahrung von 17 Jahren Notschlafstelle und war sich in allen wesentlichen Punkten mit Janinne Düding (Schlaf am Zug, Bochum) und Manuela Grötschel (Raum 58, Essen) einig. Es kommt neben einer durchgängig positiven Haltung den Jugendlichen gegenüber vor allem auch auf Durchhaltevermögen und Kontinuität im Kontakt an, um den Zuständigkeitsdschungel der beteiligten Institutionen in Angriff zu nehmen.

 

Vor zwei Jahren profitierten wir von der guten Idee der NADO (Netzwerk Adaption Dortmund), die uns ihr eingespartes Porto für postalische Weihnachtsgrüße als Spende zukommen ließ. In diesem Jahr tun wir es den Kolleg*innen gleich. Unsere Weihnachtspost geht nun ebenfalls per Mail an die Empfänger und eine Spende kommt dem Rechtshilfefond des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-UMF) zu Gute. Über diesen Rechtshilfefonds können Zuschüsse zu Rechtsanwaltskosten für geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Volljährige beantragt werden, vielfach die Voraussetzung zur Durchsetzung individueller Rechtsansprüche.

 

Gospel 2018

Weihnachtliche Stimmung kam auch in diesem Jahr wieder in der evangelischen Kirche in Dortmund-Husen auf.

Der Witten Community Choir gab unter dem Motto "Joy to the world" ein tolles Gospel-Konzert.

Unser Bild zeigt (von links) den Chorleiter Helmut Jost, die Organisatorin Angela Rohn und Katja Band von unserem Sleep In Stellwerk.

Wie in den Vorjahren war der Eintritt zum Konzert frei, stattdessen wurde um eine Spende für das Sleep In gebeten.

Wir freuen uns über die stattliche Summe von 1000 Euro, die auf diese Weise zusammengekommen ist und sagen Danke an alle, die an dieser gelungenen Aktion beteiligt waren.

 

Tag der Angstbewältigung

 Am 13. Oktober fand im Marien-Hospital eine Informationsveranstaltung mit dem Tiel "Tag der Angstbewältigung" statt.

Neben  Vorträgen zum Thema rund um Angst, Angststörungen, Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten stand auch eine Informationsbörse von Hilfsangeboten auf dem Programm. In dem Zusammenhang standen auch die VSE-Fachkräfte des Teams IN:KONTAKT mit einem kleinen Infostand für die zahlreichen Rückfragen zur Verfügung (auf dem Bild Stephanie Trottenberg und Marius Haupt).

IN:KONTAKT betreut junge Erwachsene in eigenen Wohnungen, die psychisch erkrankt sind. Kostenträger sind entweder das Jugendamt oder der LWL.

 

Hausaufgabenhilfe

Wir freuen uns sehr, dass die Nüßing-Stiftung uns auch im neuen Schuljahr wieder mit einer großzügigen Spende über 5.000 Euro ermöglicht, eine fundierte und regelmäßige Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus unseren unterschiedlichen Betreuungssettings auf die Beine zu stellen. Aktuell nutzen sowohl unsere Einrichtungen der ambulanten Familienhilfe als auch unsere Mobilen Betreuungen das Angebot, das mehrmals in der Woche von Lehramtsstudentinnen vor Ort angeboten wird.

igfh jahrestagungWie viele andere Träger der Dortmunder und Bochumer Jugendhilfe auch, beteiligten wir uns als Mitgliedsorganisation natürlich aktiv an der IGfH-Jahrestagung "Partizipative Hilfekulturen gestalten und fordern". Bei zwei Exkursionen mit Werkstattcharakter kamen wir in spannenden Austausch mit Fachleuten aus ganz Deutschland und Österreich. Henning Bruns und Stefan Rauer-Meschkis hatten in unsere Notschlafstelle Sleep In Stellwerk eingeladen, wo gegen den Willen der Jugendlichen gar nichts geht und wir immer wieder erleben, wie die radikale Orientierung an den jugendlichen "Selbstmeldern" erst die Entwicklung weiterer Unterstützung möglich macht. In einem weiteren Workshop stellten Jana Lopatenko, Andreas Dohrn und Markus Sachs unser Perspektivklärungsangebot für Jugendliche vor. Dieses bedingungslose Kontakt- und Klärungsangebot richtet sich an Jugendliche und die für sie zuständigen Jugendämter, die aktuell und häufig nach zahlreichen abgebrochenen Maßnahmen noch nicht wissen, wie die nächsten Schritte aussehen sollen und wie sich Zielperspektiven darstellen können. In einem ergebnisoffenen und zeitlich nicht normierten Prozess setzt das Kontaktangebot an der aktuellen Situation an und mittels innovativer Methoden wie einem "Betreuungsbaukasten" erarbeitet sich der/die Jugendliche eine Vorstellung von Zukunft und annehmbarer Unterstützung von Erwachsenen.

 

Die Mitarbeitenden der Firma Dr. Ausbüttel & Co. GmbH lassen sich in jedem Jahr besondere Aktionen einfallen, um soziale Einrichtungen oder Projekte zu unterstützen. Das Bemerkenswerte daran ist die direkte und tatkräftige Beteiligung der Belegschaft. In diesem Herbst profitierte der VSE: 11 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren genossen einen gemeinsamen Ausflug in die Trampolinwelt von Superfly in Dortmund-Kley. Ob Kids oder Erwachsene - nach eineinhalb Stunden waren alle komplett ausgepowert und ließen sich zur Stärkung gerne auch noch ins Bistro einladen. Danke für den tollen Tag sagen das Stellwerk, das Familienteam Scharnhorst und die Jugendhilfeeinheit Bochum.

 

Bye Bye Werkhof! Der Abschied von unserem  jahrelangen Stammsitz in Scharnhorst ist uns schwergefallen, hatte aber gute Gründe, denen wir uns nicht verschließen konnten. Seitens der Bezirksvertretung wurden wir sehr zurückhaltend und vorsichtig gefragt, ob unserem Familienteam Scharnhorst ein Umzug möglich wäre, da die Räumlichkeiten des Werkhof am Buschei besonders geeignet seien, dringend benötigte zusätzliche KiTa-Plätze zu schaffen.

Hello Derne! Unsere Suche war erfolgreich und seit diesem Monat wird aus frisch renovierten Räumen in der Altenderner Straße 58 das bewährte Angebot ambulanter Erziehungshilfen und mobiler Mutter-Kind-Betreuung fortgesetzt. Ebenfalls Teil der Angebotspalette unseres unveränderten Teams sind in Kooperation mit der Brücke e.V. Betreuungen im Rahmen des Projektes "Kurve kriegen".

 

Spendenmarathon 2017

Gemeinsam mit dem Lions Club Tremonia hat Radio Dortmund 91,2 am 6. April einen Spendenmarathon gestartet, von dem vier gemeinnützige Einrichtungen profitieren sollen. Dazu gehört auch unsere Notschlafstelle Stellwerk  Am frühen Morgen erläuterte Katja Barthel gemeinsam mit zwei Jugendlichen den Hörern, was mit den Spenden geschehen soll: Im Rahmen der neuen Inobhutnahme in der Jugendschutzstelle, die auch tagsüber Angebote vorhält, soll mit den Jugendlichen gemeinsam ein Teil unseres Grundstücks am Körner Hellweg in einen nutzbaren Garten umgewandelt werden. Dabei ist nicht nur der Weg das Ziel. Sommerliche Grillnachmittage locken schon jetzt.

 

bObWhDD1Seit 2009 ist der VSE NRW Mitglied im Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Jetzt hat der B-UMF gemeinsam mit Jugendliche ohne Grenzen (JoG) seine bekannte Willkommensbroschüre neu aufgelegt und an die geänderten gesetzlichen Bedingungen angepasst. Zum Download und Bestellmöglichkeiten dieser wertvollen und parteilichen Arbeitshilfe geht es hier.

In Dortmund und Bochum arbeitet der VSE in zwei Jugendwohnhäusern und vier dezentralen Einrichtungen mit Jugendlichen, die unbegleitet nach Deutschland gekommen sind.

 

 

Der Lions-Club "Tremonia" unterstützt das Sleep In "Stellwerk" zum wiederholten Male auch in diesem Jahr mit einer namhaften Spende. Die Mittel werden gezielt für zusätzliche - über die Regelfinanzierung herausgehende - Hilfen für junge Nutzerinnen unserer Notschlafstelle eingesetzt. Besonders schmackhaft konnte auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt diese Spende unterstützt werden. Einnahmen aus dem Glühweinverkauf am Stand des Tremonia-Clubs kamen unter anderem unserer Notschlafstelle zu Gute.

 

 

logoGroße Freude  löste bei uns eine Aktion von The Unity (TU) aus, der größten Ultragruppierung, die den BV Borussia Dortmund unterstützt. Die medial nur holzschnittartig und häufig negativ dargestellte Ultraszene bewies einmal mehr, dass sie weit über den Tellerrand der Südtribüne hinaus schaut. In diesem Jahr startete The Unity unter dem Motto "TU Gutes" zum Heimspiel des BVB gegen Mönchengladbach eine Spendensammelaktion für die Tafel Dortmund und unsere Notübernachtungsstelle Sleep In Stellwerk. Für beide Einrichtungen kamen dabei jeweils sagenhafte 3.500 Euro zusammen. Katja Barthel gab für die Publikation Vorspiel von The Unity ein Interview zum Sleep In.

 

 

 

 

Krockhausstr

Bis zu 80 Menschen nutzten am vergangenen Samstag die Gelegenheit, sich in unserer neuen Wohngruppe für unbegleitete junge Flüchtlinge in Bochum-Stiepel umzusehen.Nachbarinnen und Nachbarn sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Vereine, Institutionen und Parteien fanden ihren Weg in die renovierten Räumlichkeiten des Hauses, in dem seit mehreren Monaten geplant, gebaut und eingerichtet wurde und immer noch wird. Wir bedanken uns für die vielfachen Unterstützungsangebote, sogar Begrüßungsgeschenke durften wir in Empfang nehmen. Natürlich kamen auch Vorbehalte und Befürchtungen zur Sprache, die wir hoffen, in der Praxis abbauen zu können.

Wir freuen uns zunächst mal auf die jungen Leute, die hier ab November einen sicheren Ort vorfinden und werden alles dafür tun, bestmögliche Betreuung und Versorgung mit bestmöglicher Nachbarschaft zu verbinden. Unser Fachteam wird in der Krockhausstraße 9 junge Geflüchtete rund um die Uhr betreuen.

 

 

 

SVSECOPYDO16100517300 0001Zu einem Nachmittag mit Infos und Kuchen, Fachgesprächen und Schnittchen hatte das ABW-Team FridA eingeladen. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem VSE und von örtlichen Schnittstellenpartnern  kamen in das Büro in der Stuttgartstraße nach Dortmund-Körne. Unter anderem konnten wir die Kolleginnen der Beauftragten Stelle der Stadt Dortmund begrüßen, die im Vorfeld der Hilfen eine zentrale Rolle spielt. Vom Büro in der Stuttgartstraße aus wird die vorwiegend aufsuchende Arbeit des Ambulant Betreuten Wohnens für junge Volljährige koordiniert, hier finden aber in freundlichem Ambiente auch Beratungsgespräche statt oder die Klienten nutzen die Infrastruktur für Bewerbungen, Wohnungssuche etc.

 

Am 16. September feierte unsere Jugendhilfeeinheit Dortmund-Süd mit einem Tag der offenen Tür den Umzug in neue Räumlichkeiten an der Hagener Straße, in unmittelbarer Nähe von Rombergpark und Tierpark. Zahlreiche aktuell und ehemals betreute Jugendliche und junge Erwachsene, zum Teil mit eigenem Nachwuchs, waren dabei und lauschten gemeinsam mit den anderen Gästen einer außergewöhnlichen und stimmungsvollen Rede des langjährigen Supervisors des Teams Detlev Himmel. Der hob die Stärke des Teams hervor, das sehr unterschiedliche Typen sich ihrer Aufgabe, auch in schwierigen Situationen den Kontakt zu den jungen Menschen zu halten gemeinsam mit großer Energie und erstaunlicher Kreativität verschrieben haben. Die eingeladenen Gäste von Jugendhilfediensten, Polizei, Justiz und Fachkräften unterschiedlichster angrenzender Professionen konnten sich von der besondereren Atmosphäre der Anlaufstelle überzeugen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

 

Über unser Team Sputnik berichtet BODO, das Straßenmagazin für Bochum und Dortmund in seiner Augustausgabe. Dabei wird erstmals auch die neueste Errungenschaft des Teams "mit dem grünen Daumen" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Gemeinsam mit den Betreuten werden im Sputnik-Garten an der Wellinghofer Straße in Hörde mehrere Bienenvölker versorgt. Hier gibt es den Artikel zum Nachlesen online.

 

 

bodo vse sputnik jubiläum hörde sese 06 verkleinert Ein familiäres Fest feierte unser Team Sputnik anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Einrichtung am 20. Mai. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen unserer Schnittstellenpartner und viele ehemals und aktuell Betreute feierten mit den "Sputnikis" einen schönen Geburtstag. Martin Richter führte durch ein buntes Programm mit Musik und Leckereien. Gabriele Zumbrink (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) und Heike Bode (VSE) sprachen Gruß- und Dankesworte und erinnerten an den bisherigen Weg der Einrichtung, die sich durch kreative und parteiliche Hilfe in jedem Einzelfall immer wieder neu beweist.

 

 In veränderter Form ist unsere Einrichtung Stellwerk im Mai auf die nächste, spannende Etappe gegangen. Zusätzlich zu  der seit 2000 bestehenden Notschlafstelle "Sleep In" werden jetzt auch weitere Plätze zur Inobhutnahme im Rahmen einer kleinen, baulich getrennten Jugendschutzstelle ("JuSchu") vorgehalten. Das neue Angebot ist Bestandteil eines vom Rat der Stadt Dortmund beschlossenen Kriseninterventionskonzeptes und soll  Inobhutnahmen von Dortmunder Jugendlichen in auswärtigen Einrichtungen  reduzieren helfen. Die Kapazitäten der langjährig tätigen Schutzstelle des SKF waren zuletzt nicht mehr ausreichend gewesen.

 

 

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Martin Richter vom VSE-Team Sputnik leitete am 12. April im Dietrich-Keuning-Haus im Rahmen eines Fachtages des PARITÄTISCHEN NRW einen Workshop zum Thema "Wie kann Beteiligung in den Hilfen nach § 67 SGB XII gelingen?". Dabei wirkten als Experten auch drei aktuelle bzw. ehemals von Sputnik betreute junge Erwachsene mit und gaben den Fachkräften der Wohnungslosenhilfe aus ganz NRW wertvolle Hinweise. Thematisiert wurden Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Partizipation auf der individuellen, institutionellen und (fach-)politischen Ebene. Andere Arbeitsgruppen tagten zu Themen wie Wohnraumknappheit als Herausforderung für wohnbezogene Hilfen, Motivierende Interventionsmöglichkeiten bei Drogenkonsum oder den Bedingungen des Ambulant Betreuten Wohnens nach § 67 SGB XII.

Am Vormittag hatte der Autor Philip Kovce ("Was fehlt wenn, alles da ist?") einen anregenden  Vortrag zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" gehalten und die 70 Tagungsteilnehmenden in spannende Diskussionen verwickelt.

 

Logo-Careleaver

Die Mitgliederversammlung des VSE NRW e.V. hat am 9. März in Dortmund die Beantragung der Mitgliedschaft im Careleaver e.V. beschlossen. Den Ansatz der Selbstorganisation junger Menschen in und nach öffentlicher Erziehungshilfe  unterstützt der VSE im Grunde vom ersten Tag an und begleitet die wachsenden Strukturen mit großer Sympathie. Auf die Frage, welche Unterstützung seitens der Freien Träger überhaupt erwünscht sei, fiel Roxan Krummel vom Careleaver-Netzwerk eine ganze Menge ein. Das erste war: eine Fördermitgliedschaft im Careleaver e.V.. Neben diesem eher symbolischen Akt werden wir uns aber auch den fachlichen Herausforderungen im Hinblick auf Übergänge und Nachsorge nach stationärer Erziehungshilfe stellen und nicht müde werden, die jugendpolitischen Themen um geeignete Unterstützungsformen für junge Volljährige offensiv lokal und fachpolitisch zu bewegen.

Weitere Infos der Careleaver gibt es hier.

 

 

IMG-20151209-WA0000-1Da färbt der Stolz auch auf uns als betreuende Organisation ab, obwohl unser sportlicher Anteil überschaubar ist: Behruz Nazarov (im Bild rechts), der als unbegleiteter junger Geflüchteter bei unserer Einrichtung Anker Unterstützung findet,  ist NRW-Meister im Boxen für die Gewichtsklasse 64 kg geworden, hat bei den deutschen Meisterschaftskämpfen die Bronzemedaille geholt und wird am 17.12.15 zum Boxer des Jahres seines Heimatvereins gekürt, weil er die meisten Kämpfe gewonnen hat. Behruz geht für den Dortmunder Traditionsklub DBS 20/50 an den Start. Und ein bisschen auch für Anker und den VSE...

 

 

 

Spendenaktion Fan Club Barritus

Dem BVB-Fanclub "Barritus" Anröchte ist nicht nur das schwarz-gelbe Stück Dortmund ans Herz gewachsen, sondern auch das  Sleep In "Stellwerk". Schon seit längerem unterstützen die Borussen aus Ostwestfalen unsere Einrichtung mit verschiedenen Aktionen. So auch in diesem Jahr: Einen ganzen Samstag lang haben die engagierten BVB-Fans Waffeln gebacken, um mit dem Erlös die Notschlafstelle zu unterstützen. Die eingenommenen 400 Euro  wurden zweckgebunden überreicht und sollen dafür eingesetzt werden, Nutzern unserer Einrichtung die Teilnahme an der auch 2016 stattfindenden Straßenkinderkonferenz  in Berlin zu ermöglichen. „Eine tolle Sache!", finden Sonja und Markus Henneboele vom Fanclub. „Wir möchten diesen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Wünsche und Bedürfnisse auf einer politischen Veranstaltung zu äußern, um die Situation von Straßenkindern langfristig zu verbessern." Auf dem Bild links sehen Sie Nicole Gösmann vom Fanclub (links) und Katja Barthel vom VSE.

 

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Zu zwei Veranstaltungen des Paritätischen war am 26. und 27.11. der VSE eingeladen, um über seine Arbeit zu berichten. Bei der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Dortmund berichtete Stefanie Niggebrügge von unserer Einrichtung für junge unbegleitete Flüchtlinge [bo]Home gemeinsam mit der Grünbau gGmbH über die Lebenswelten junger Flüchtlinge und unsere Arbeit in der dezentralen Hilfe. Beim "Tag des Paritätischen NRW" in Wuppertal diskutierte Erik Bedarf von unserer Pädagogischen Beratungsstelle Ruhr anderntags mit Manfred Wallhorn (Ministerium für Familie, Jugend, Kinder, Kultur und Sport), LVR-Dezernent Lorenz Bahr und anderen lebhaft das Thema "Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe". Einblicke in die Welt der stationären Hilfen und Beteiligungskulturen gewährten dabei auch ehemals Betreute.

 

 

20151104 145108-1 resized 1Das 15jährige Bestehen unserer Dortmunder Notschlafstelle Sleep In Stellwerk haben wir zum Anlass genommen, in einer Jubiläumsbroschüre neben einigen interessanten Statistiken vor allem auch sehr ausführlich ehemalige Nutzer zu Wort kommen zu lassen. Interessant, welche Wege sich für die Einzelnen eröffnet haben und welche Rolle in der Rückschau dem Sleep In zugeschrieben wird. Dazu gibt es weitere Infos bis hin zu der schwer zu recherchierenden Tatsache, dass unser ehrenamtlicher "Chefeinkäufer" Herr Klunkert in den letzten 10 Jahren "1 Kilometer Toastbrot, 145 Badewannen voller Zitronentee und 468 kg Nutella" angeliefert hat. Aber keine Sorge um die Mädchen und Jungen: unsere Köchin Susanne de Levie gleicht das mit einem ausgewogenen Ernährungsprogramm wieder aus. Wer neugierig auf mehr infos und Geschichten aus 15 Jahren ist, kann die Broschüre per Mail bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Zum Download geht es hier.

 

 

 

 

Straßenkonferenz 3

Unter dem Motto „Mein Name ist Mensch" trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Teilen Deutschlands, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist oder zeitweise war, am 25. September in Berlin zur diesjährigen Konferenz der Straßenkinder. Mit einer Gruppe von 13 Jugendlichen nahmen auch die Sleep Ins des Ruhrgebietes teil, neben Schlaf am Zug (Overdyck Bochum) und Raum_58 (SKF Essen) auch Katja Barthel, Henning Bruns und Jana Lopatenko von unserer Notschlafstelle Sleep In Stellwerk gemeinsam mit ehemaligen Nutzern.

Bis tief in die Nacht arbeiteten die Teilnehmer in Workshops zu Themen wie „Jugendhilfe und ich", „Wie ich auf der Straße gelandet bin", Gelderwerb und Grundeinkommen", oder auch "Schule und ich". Die Ergebnisse der Workshops werden Bundesministerin Manuela Schwesig übergeben, die als Schirmherrin an der Veranstaltung teilnahm und politische Unterstützung versprach. Erklärtes Ziel der jungen Menschen: verbesserte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, passgenaue Jugendhilfemaßnahmen und Beendigung von Diskriminierung.

Deutliche solidarische Statements richteten sich an die Flüchtlingskinder. Während Straßenkids aus Deutschland vor Gewalt und Vernachlässigung geflohen seien, so seien diese Jugendlichen auf der Flucht vor Krieg nach Deutschland gekommen und müssten ebenso einen Platz in der Mitte der Gesellschaft finden.

„Eine tolle Veranstaltung", fanden auch die Dortmunder Sleep In Jugendlichen. „So viele unterschiedliche Leute und trotzdem entstand ein Gemeinschaftsgefühl. Wir hatten das Gefühl, ernst genommen zu werden und dass die Politiker auf uns zugehen. Nächstes Jahr möchten wir unbedingt wieder dabei sein!"

Die Veranstaltung fand bundesweit und auch im Ruhrgebiet mediale Resonanz. Die Protokolle der Konferenz finden Sie hier als PDF.

 

 

willkommensfest  Wir freuen uns, mit vielen anderen Vereinen und Verbänden beteiligt zu sein am One World Willkommensfest, das am 2. Oktober ab 16.00 Uhr im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus stattfindet. Maßgeblich haben dieses Fest zum bundesweiten "Tag des Flüchtlings" das Dietrich Keuning-Haus, Africa Positive und die Stadtteil-Schule auf die Beine gestellt. Für den VSE ist vor allem unser seit 2008 in der Hilfe für junge unbegleitete Flüchtlinge tätiges Team von Globus im Zusammenhang mit dem Festival aktiv. Besonders freut uns, dass einige der von uns betreuten Jugendlichen mit musikalischen Beiträgen in Erscheinung treten werden. In der Einladung heißt es: " Das DKH war in den letzten Wochen Anlaufpunkt und Ort der Erstversorgung für mehrere Tausend Flüchtlinge. Über 1000 freiwillige Helfer aus der Dortmunder Bevölkerung und zahlreiche Vereine und Hilfsorganisationen haben diese große Aufgabe mit unglaublicher Hilfsbereitschaft bewältigt. Sie leisten immer noch täglich und selbstverständlich humanitäre Hilfe. Mit dem One World Festival möchten wir mit den Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben, einen Tag lang in kultureller Vielfalt feiern und allen einen Ort der Solidarität und Begegnung anbieten."

Jörg Stüdemann als Stadtdirektor und Kulturdezernent hat die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen.

 

"Von Careleavern lernen" hieß es am 17. und 18.9. bei einer Tagung in Berlin, die von SOS Kinderdorf und der IGfH (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) veranstaltet wurde. In den letzten Jahren haben zu der Thematik "Leaving Care - Übergänge und die Zeit nach der Erziehungshilfe" in Federführung von Universität Hildesheim und der IGfH zahlreiche größere und kleinere Treffen und Tagungen stattgefunden, die wir vom VSE intensiv verfolgt und begleitet haben. In diesem Zusammenhang entwickelt sich immer stärker und selbstbewusster ein bundesweites Netzwerk der Careleaver, organisiert im Careleaver e.V.. In Berlin waren - endlich ganz selbstverständlich - 40 junge Menschen an der Tagung beteiligt, die in Pflegefamilien oder Heimen leben oder gelebt haben. Wie sie die Veranstaltung bewerten lesen sie hier

 

Am 21. August veIMG 0799ranstaltete unsere Einrichtung bo:Home einen Tag der offenen Tür. Unsere Hoffnungen auf guten Besuch wurden dabei sogar noch übertroffen. Neben den von uns betreuten jungen Menschen aus aller Welt fanden auch deren Freundinnen und Freunde den Weg in die Gahlensche Straße. Aber auch Nachbarn, Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Vormünder, Vertreterinnen des Kinderschutzbund Bochum und  anderer Träger der Erziehungshilfe und des Ausländeramtes waren zu Besuch. Bei hervorragendem Wetter und noch besseren Speisen gab es zahlreiche Begegnungen und jede Menge spannende Gespräche. Ein besonder Dank geht an unsere Vermieterin, die Bochumer Wohnstätten Genossenschaft, die aus einer ehemaligen Gaststätte einen wunderbaren institutionellen Bezugspunkt unserer dezentralen Hilfe für junge Flüchtlinge hat werden lassen. Auch bei den Nachbarn und anderen Unterstützern konnten wir uns mit dem Fest bedanken.

 

jugendhilfe aktuell titel

 Die neueste Ausgabe der vom Landesjugendamt des LWL herausgegebenen Fachzeitschrift Jugendhilfe Aktuell befasst sich mit dem Thema "Hilfen für junge Volljährige und Übergangsbegleitung".

Erik Bedarf von der Pädagogischen Beratungsstelle VSE Ruhr beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Fragestellung, wie sich professionelle Erziehungshilfe am Selbstständig werden junger Menschen beteiligen lassen kann und kommt zu dem Schluss: "Es ist noch nie jemandem gelungen, einen anderen zu verselbstständigen. Aber wir haben die Möglichkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Verselbstständigung förderlich sind.". Den ganzen Beitrag gibt es hier. Der Download des ganzen Heftes oder die Bestellung als Druck ist beim LWL unter diesem Link möglich.

 

 

 

 

 

 

BUW siegel-schwarzUnter der Leitung von Prof.Dr. Gertrud Oelerich fand in den letzten beiden Jahren ein aufwändiges Forschungsprojekt zum Thema "Sozialpädagogische Nutzerforschung im Feld  individueller Einzelbetreuung Jugendlicher" statt. Studierende aus der Fachrichtung Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik der Universität Wuppertal befragten in diesem Zusammenhang Jugendliche, die sich in Maßnahmen der Erziehungshilfe befanden oder bereits entlassen waren und eine Reihe von Fachkräften. Aus dem VSE beteiligte sich unsere Jugendhilfeeinheit Bochum mit ihrer Mobilen Betreuung  an dem spannenden Projekt. Die Universität hatte nun zur Übergabe der Forschungsergebnisse eingeladen. Neben einem umfangreichen Bericht in Papierform präsentierten die Studierenden in einer vierstündigen Veranstaltung ihre Ergebnisse und es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den Praktikern aus fünf verschiedenen Einrichtungen. Die Erkenntnisse sind teilweise überraschend, durchgängig für die Praxis anregend. Besonders prägnant sind die Aussagen der Jugendlichen zur Qualität der jeweiligen Beziehung zu den BezugsbetreuerInnen und zur Bedeutung des institutionellen Rückhalts im Hinblick auf ständige Erreichbarkeit. Von allen befragten Jugendlichen gewünscht wird, dass das Betreuungssystem auch nach dem Ende der Jugendhilfe noch ansprechbar bleibt.

 

 

Auf Einladung der IGfH (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) stellte unser Sleep In-Kollege Henning Bruns am Wochenende in Frankfurt bei einem Studierendenkolloquium zum Thema "Stand und Entwicklungen der erzieherischen Hilfen" seine Forschungsarbeit "Straßenkinder in Deutschland und Südafrika – Ein transnationaler Vergleich mit Blick auf Kinderschutz und Kinderrechte" vor. Andere Themen waren unter anderem "Beteiligung junger Väter in den Erziehungshilfen", "Bildungschancen im Kontext von Heimerziehung" , "Familiendynamik in der Verwandtenpflege" oder "Wirkung geschlossener Unterbringung auf die dort pädagogisch Handelnden". Das Studierendenkolloquium bringt jährlich Hochschulabsolventen und Studierende aus ganz Deutschland mit Forscher_innen und Praktiker_innen zu relevanten Fragen der Erziehungshilfe miteinander in Kontakt.

 

Über einen Besuch im Sleep In "Stellwerk" und die letzte Sitzung des Ausschusses für Kinder. Jugend und Familien berichteten die Ruhr-Nachrichten. Damit wurde erstmals über die zwischen Jugendamt Dortmund und VSE laufenden Gespräche zur Neuausrichtung des Sleep In öffentlich berichtet. Das erweiterte Angebot ist inzwischen fachlich abgestimmt und befindet sich ab jetzt in der Phase der politischen Beschlussfassung. Künftig soll zusätzlich zum bestehenden Notschlafstellenangebot räumlich getrennt in unserem  Haus am Körner Hellweg Kapazität für vier qualifizierte Inobhutnahmeplätze entstehen. Gemeinsam mit dem Angebot der Jugendschutzstelle des SKF und weiteren Partnern soll so ein neues, aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept der Krisenintervention und Inobhutnahme für Dortmund entstehen.

 

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 Ein "Arbeitsbuch zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener aus stationären Erziehungshilfen" hat die IGFH (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) gemeinsam mit Akteuren der Universität Hildesheim herausgebracht. Das Buch bündelt die Ergebnisse des Praxisforschungsprojektes zu Careleavern in Deutschland und stellt neben aktuellem Wissensstand auch internationale Vergleiche an. Nutzwert hat das Buch auch deshalb, weil zahlreiche Praktiker aus unterschiedlichsten Settings der Jugendhilfe berichten, was in den Verselbstständigungshilfen funktioniert und was nicht. Von Seiten des VSE NRW standen im Verlauf des Projektes Günter Möllers vom Netzwerk Pflegefamilien und Erik Bedarf von der Pädagogischen Beratungsstelle Ruhr Rede und Antwort. Das Buch ist hier online bestellbar. Die selbstorganisierten Careleaver finden Sie unter diesem Link.

 

 

 

 

 

 

Auf Youtube ist ein informativer Beitrag über das Mutter-Kind-Angebot unserer VSE-Kolleg_innen von Kids & Co in Greven (Kreis Steinfurt) veröffentlicht. Den 12minütigen Beitrag "Und plötzlich ist da nicht nur Ich" gibt es hier zu sehen.

 

 

Im Dezember fand auf Einladung des Landesjugendamtes in Münster eine Fachtagung zum Thema "Hilfen für junge Volljährige und Übergangsbegleitung" statt. Vom Careleaver-Netzwerk gab es dabei die gute Nachricht, dass mit der frischen Gründung eines Careleaver e.V. weiter Strukturen gelegt werden, die der Interessensvertretung von Menschen in und nach stationärer Erziehungshilfe dienen. Mehr Infos zu diesem Selbsthilfeansatz finden Sie hier. Der VSE NRW war ebenfalls aktiv vertreten: Martina Freund vom Betreuten Wohnen in Münster gestaltete gemeinsam mit der LWL-Klinik Münster und der Stadt Münster eine Arbeitsgruppe zum Thema "Kooperation von Psychiatrie und Jugendhilfe". Erik Bedarf von der pädagogischen Beratungsstelle Dortmund leitete einen Workshop zum Thema "Wie lassen wir uns an den Verselbstständigungsprozessen junger Menschen beteiligen?". Das Thema Junge Volljährige / Verselbstständigung / Care Leaving hat die Fachdebatte erreicht. Die mit 150 TeilnemerInnen ausgebuchte Veranstaltung macht das erneut deutlich.

 

henning sdafrikaHenning Bruns vom Sleep In Stellwerk stellte im Rahmen einer Exkursion nach Südafrika  zum Thema "Kinderschutz und Kinderrechte" in Kapstadt bei einem internationalen Forschungskolloqium an der University of Western Cape den methodischen Ansatz und die konkrete Arbeit der Notschlafstelle vor. Dabei kam es zu spannenden Diskussionen. Unser Kollege brachte nicht nur konzeptionelle Fragen an die Einrichtung mit, sondern auch Anregungen zu einem differenzierten städtischen Gesamtkonzept von Vorsorge, Hilfe und Nachbetreuung im Umgang mit Straßenkindern. Bei verschiedensten Praxisbesuchen, kam es unter anderem zu Begegnungen mit Paul Hooper, dem Leiter von The Homestead - Projects for Street Children. Ein Stück Ruhrgebiet blieb auf jeden Fall am Kap: einer Mitarbeiterin des Mädchenprojekts Ons Plek überreichte Henning Bruns ein "Dortmunder U".

 

 

 Martin Richter vom VSE-Team Sputnik nahm als vom Council of Europe eingeladener Experte vom  2. bis 7. März an einer Konferenz in Budapest teil, bei der die Überwindung von Wohnungslosigkeit bei jungen Menschen  im Mittelpunkt stand. Die von FEANTSA (The European Federation of National Organisations working with the Homeless) durchgeführte Konferenz diente dem internationalen Austausch und der Bildung eines europäischen Netzwerkes zur Entwicklung unterschiedlicher Strategien in der Bekämpfung und Prävention von Wohnunglosigkeit bei jungen Menschen. Wir freuen uns, dass es zu diesem spannenden Kontakt gekommen ist, der von unserem Kooperationspartner StadtRaumKonzept vermittelt wurde.

 

Ombudschaft VSE 04.02.14 aFrau Dr. Margareta Müller und Sabine Gembalczyk von der Geschäftsstelle der Ombudschaft NRW besuchten den VSE und informierten in Dortmund über ihre Arbeit. Mit einem einstimmigen Beschluss seiner Mitgliederversammlung hatte der VSE NRW am 6.11.13 seine Fördermitgliedschaft zum Ombudschaft Jugendhilfe NRW e.V. erklärt. Der von allen maßgeblichen Verbänden der freien Wohlfahrtspflege unterstützte Verein setzt sich für die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein, die sich in Institutionen der Erziehungshilfe nicht gut behandelt fühlen oder als Anspruchsberechtigte vom Leistungsgewährer nicht ausreichend beschieden fühlen und sich beschweren wollen. Das Prinzip Ombudschaft versucht dabei die Beschwerdeführer so zu unterstützen, dass sie als strukturell unterlegene Partei gleichrangige Beachtung finden. Der VSE NRW ist bemüht, für diesen unabhängigen Beschwerdeansatz sowohl bei freien als auch bei öffentlichen Trägern der Jugendhilfe zu werben. Den Jahresbericht 2013 der Ombudschaft Jugendhilfe NRW gibt es hier zum Download.

Den neuen Bericht zum Jahr 2014 finden Sie hier.

 

 

Als eine von fünf Einrichtungen beteiligte sich unsere Einrichtung für junge Flüchtlinge Globus an einem dreijährigen bundesweiten Modellprojekt zur Partizipation junger Flüchtlinge in der stationären Jugendhilfe unter Federführung des Bundesverbandes Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-UMF). Bei der extern begleiteten Modellphase kamen interessante Ergebnisse und Handlungsoptionen zum Vorschein. Über die gemachten Erfahrungen hatte VSE-Mitarbeiterin Stefanie Niggebrügge zusammen mit drei jungen Betreuten bei der Herbsttagung des B-UMF in Berlin in einer Arbeitsgruppe "aus der Praxis für die Praxis" im November berichtet. Nun liegt das gemeinsam erarbeitete Handlungskonzept Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe vor und kann hier bestellt werden. Es steht aber auch direkt als Download zur Verfügung. Aus unserer Sicht hat der Leitfaden über das Arbeitsfeld UMF hinausreichende Relevanz für die stationären Hilfen zur Erziehung.