Pressespiegel

Jugendhilfe aktuell 1/2013, S. 36 und 37

 

Münstersche Zeitung, 09.02.2013

 

Westfälische Nachrichten, 06.02.2013

 

Münstersche Zeitung, 04.02.2013

 

Westfälische Nachrichten, 01.02.2013

 

Grevener Zeitung, 19.12.2012

 

Neue Osnabrücker Zeitung, 28.11.2012

 

Westfälische Nachrichten, 19.11.2012

Westfälische Nachrichten, 19.11.2012

 

Grevener Zeitung, 06.11.2012

 

Münstersche Zeitung, 05.10.2012

Die Verpackung ist genauso wichtig wie der Inhalt: Die Akteure von »Coenige« präsentieren das Plakat mit dem Logo, das Designstudenten für das Projekt entworfen haben. (Foto: Oliver Farke)

 

Auf dem Königsweg: Jugendliche lernen Arbeit von Polizei und Richtern kennen

COERDE In sechs Wochen wird es in Münsters Norden sechs Könige mehr geben. Oder vielmehr „Coenige“, ganz wie Coerde. So lautet die offizielle Schreibweise eines Projekts, das Kinder aus dem Stadtteil stark machen und Gewalt und Kriminalität vorbeugen soll. Bereits zum vierten Mal durchlaufen Zehn- bis Zwölfjährige insgesamt acht Module, in der sie ungewohnte Einblicke in den Polizeialltag, das Gerichtswesen oder die Arbeit eines Streetworkers gewinnen werden. Nun war die erste gemeinsame Sitzung aller Akteure im Haus der offenen Tür (HOT) der evangelischen Andreas-Gemeinde.

Gemeinsames Interesse
Die verschiedenen Institutionen aus dem Arbeitskreis Coerde verfolgen ein gemeinsames Interesse: Als verlässliche Ansprechpartner genießen sie das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen. Auch wenn diese mal in brenzlige Situationen geraten sollten. Damit es gar nicht erst soweit kommt, erfahren sie schon jetzt, welche Konsequenzen Fehlverhalten haben kann.
Dabei wird auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet. „Mit dem Projekt ‚Coenige‘ machen wir die Gesellschaft für die heranwachsenden Jugendlichen verstehbarer“, sagt Peter Griese von der VSE-Jugendhilfeeinheit Münster-Nord. „Der Polizist und der Richter bekommen ein Gesicht und werden als Menschen mit einem Arbeitsauftrag erkannt und nicht als anonymer Staatsapparat.“ Die sechs Jungen von der Hauptschule Coerde sind aufgeregt, aber auch stolz auf die Teilnahme am Projekt.

Landgericht
Jubel brandet auf, als sie hören, dass einige Exkursionen auch während der Schulzeit stattfinden. Etwa der Besuch des Landgerichts, wo sie eine Gerichtsverhandlung erleben, mit einem Jugendrichter reden und die Arrestzellen kennen lernen. In den kommenden sechs Wochen absolvieren sie Kurse zur Gewaltprävention, zu Gefahren der neuen Medien und alternativen Freizeitprogrammen. Sie lernen, wie sich Beleidigungen anfühlen und wo sie Hilfe bekommen können.
Ganz besonders freuen sie sich auf den Tag im Polizeipräsidium an der Seite des Kommissars Uwe Schnaubelt. Schon in der Vorstellungsrunde löchern sie ihn eifrig mit Fragen wie: „Haben Sie schon mal geschossen?“ Schnaubelt ist bei der Kripo Münster für den Bereich Prävention zuständig. Er spricht die Sprache der Jugendlichen: „Wir versuchen Euch Tipps zu geben, damit Ihr keinen Mist baut“, beschreibt er die Ziele von „Coenige“. Gruppendelikte verhindern Als die Coerder Jugendhilfeeinrichtungen 2006 mit der Planung des Projekts begannen, ging es um mögliche Treffpunkte für die Coerder Jugend.

Zusammenschluss verhindern
Das Zusammenschließen zu Gangs und damit verbundene Gruppendelikte sollten verhindert werden. „Das hatten wir nämlich schon mal“, erinnert sich Griese. Zielgruppe sind Jungen zwischen zehn und 14 Jahren, einem Alter, in dem sie noch nicht für Straftaten belangt werden können. Bernhard Gleitz von der Jugendgerichtshilfe will den Kindern auf einfache Weise das Strafrecht vermitteln. „So dramatisch, wie sie oft dargestellt wird, ist die Situation der Jugendkriminalität nicht“, erläutert er. „Nur sechs Prozent der zwischen 14- und 20-Jährigen werden als straffällig bekannt.“ Den zukünftigen „Coenigen“ wird auf anschauliche Art das Rüstzeug gegeben, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen.

 

Münstersche Zeitung, 18.09.2012

Münstersche Zeitung, 26.03.2012

 

 
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