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Inobhutnahme in der Jugendschutzstelle

§ 42 SGB VIII

 

Wenn es zu Hause aktuell nicht weitergeht, kommt es vor, dass das Jugendamt Kinder und Jugendliche in Obhut nimmt und an einem anderen Ort unterbringt.

Ziel der Inobhutnahme ist das Auffangen der Jugendlichen in einer akuten Krise und die Sicherstellung des Kindeswohls.

Es soll ein Ort geschaffen werden, an dem die Jugendlichen sich wohl fühlen können und mit ihren Stärken und Schwächen angenommen werden, sodass sie in die Lage versetzt werden, ihre Vorstellungen und Wünsche aktiv in die weitere Hilfeplanung einzubringen.
Während des Aufenthaltes wird von Seiten der Einrichtung aktiv unterstützt, dass vertraute Aspekte des Alltags von den Jugendlichen weiterhin so weit wie möglich fortgeführt werden können (vor allem Schulbesuch, Kontakte zu Freunden, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder Aktivität in Vereinen, Haustiere). Ebenso wird auf religiöse und kulturelle Bedürfnisse eingegangen. Der Ansatz der weitgehenden Fortsetzung des gewohnten Alltags findet seine Grenzen, wenn vom sozialen und örtlichen Umfeld selbst eine Gefährdung für das Wohl des Jugendlichen ausgeht.
Jugendliche, die während der Zeit der Inobhutnahme keinen strukturierten Alltag aufrechterhalten können und für die keine sinnvolle Struktur außerhalb der Jugendschutzstelle erschlossen werden kann, erhalten Orientierung durch geregelte Zeiten und Aufgaben. Wer keiner schulischen oder beruflichen Tätigkeit nachgeht, wird in der Regel im Vormittagsbereich ab 9.00 Uhr im und ums Haus beschäftigt.
Die Jugendlichen werden in unterschiedliche hauswirtschaftliche Tätigkeiten einbezogen. Die Zimmer sind von den Jugendlichen selbstständig sauber zu halten.
Weiterhin gehören zum Alltag Gespräche in Bezug auf Zukunftsperspektiven, z.B. in Hinsicht auf eine mögliche Rückführung in das Herkunftssystem oder alternativ die Suche nach einer passgenauen Unterbringung sowie die Thematisierung der schulischen und beruflichen Perspektive.

Wenn die Jugendlichen einverstanden sind und das Jugendamt das wünscht, können unsere Fachkräfte an der weiterführenden Hilfeplanung mitwirken.

 

 

 Unsere Einrichtung, die dieses Angebot vorhält, finden Sie unter

JuSchu "Stellwerk"